Dr. Ansgar Müller - Unser Landrat

Kämpfen für den Kamp-Lintforter Bahnanschluss - Stadt, Kreis und Hochschule werben weiter für Niederrheinbahn

Verkehr

Mit vereinten Kräften für die Niederrheinbahn: Landrat Dr. Ansgar Müller, Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz haben sich in diesen Tagen mit einem Schreiben an Landesverkehrsminister Michael Groschek gewandt. Hintergrund ist die geplante Bundesratsinitiative des Ministers zur Erhöhung der Regionalisierungsmittel.

Bei der letzten Verkehrsministerkonferenz Anfang Oktober in Kiel hatten Groschek und seine Amtskollegen beschlossen, einen neuen Verteilerschlüssel für die Regionalisierungsmittel anzulegen. Aus diesen Mitteln wird ein Teil des öffentlichen Personennahverkehrs finanziert. Voraussetzung für den neuen Verteilerschlüssel ist eine Erhöhung der Gesamtmittel auf 8,5 Milliarden Euro. Diese lehnte der Bund jedoch jüngst ab – eine Enttäuschung für NRW und für Kamp-Lintfort. Denn die Erhöhung der Regionalisierungsmittel würde auch die Chancen für die Niederrheinbahn vergrößern.

„Der Beschluss der Verkehrsministerkonferenz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Deshalb begrüße ich die Bundesratsinitiative der Landesverkehrsminister“, betonte Landscheidt. In der jüngsten Vergangenheit hatte der Bürgermeister mehrfach auf die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit eines Bahnanschlusses für die Hochschulstadt hingewiesen. Welche Konsequenzen die „eingefrorenen“ Mittel für die Niederrheinbahn haben, will der Bürgermeister auch auf Bundesebene vortragen. Das unterstrich auch Landrat Müller: „Um die Niederrheinbahn realisieren zu können, ist die Region auf eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel angewiesenen.“

Seit Jahren fördern die Stadt, die Hochschule Rhein-Waal und der Kreis Wesel mit weiteren Partnern aus der Region die Planungen für einen Bahnanschluss. Ziel ist ein durchgehender Zugverkehr auf der Strecke von Kamp-Lintfort über Moers nach Duisburg. „Die Hochschule Rhein-Waal muss auch am Campus Kamp-Lintfort mit dem Zug erreichbar sein“, verdeutlicht Hochschulpräsidentin Marie-Louise Klotz nochmals die Notwendigkeit eines Bahnanschlusses für die Hochschulstadt.