Dr. Ansgar Müller - Unser Landrat

Fachtagung im Kreishaus für Moorfrosch, Schlingnatter und Co.

Umwelt

Am Donnerstag, 22. September, und Freitag, 23. September, fand im Kreishaus Wesel die Fachtagung „Umsetzung der FFH-Richtlinie in durch Binnendünen geprägten Sandlebensräumen der Atlantischen Region" statt. Hierzu konnte Kreisvorstand Helmut Czichy knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltungen, Biologischen Stationen, Universitäten, Forstbehörden und anderen Institutionen willkommen heißen. Die Fachtagung war Bestandteil des seit 2012 laufenden, von der BSKW organisierten und geleiteten LIFE+ - Projektes „Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden".

„Dieses Projekt ist für den Kreis Wesel von herausragender Bedeutung", betonte Czichy, der sich besonders freute, als Referenten auch Wissenschaftler aus den Niederlanden und aus Belgien in Wesel begrüßen zu können. Das Projekt kommt außer dem Eichenwald und den anderen Lebensräumen natürlich auch der zugehörigen Tier- und Pflanzenwelt zugute. Für diese geschützten Arten trägt der Kreis Wesel eine besondere Verantwortung, darunter der Moorfrosch, die Libellen-Art „Große Moosjungfer", die Schlingnatter und das Froschkraut, eine besonders seltene Pflanzenart.

Czichy erinnerte zudem an den Besuch einer Jugendgruppe von Jungen und Mädchen aus 11 verschiedenen Ländern, darunter mit der Ukraine und Russland auch Staaten, die sich auf hoher politischer Ebene derzeit alles andere als „grün" sind. Im Rahmen des fünften und damit nun fast schon traditionellen Besuchs einer solchen Jugendgruppe im Kreis Wesel war das aber kein Problem. Im Gegenteil: „Die internationale Begegnung, die Begeisterung und das Engagement der jungen Menschen erleben zu dürfen, war auch für mich eine große Freude", unterstrich er.

Czichy dankte der Biologischen Station „für die hervorragende Abwicklung des keineswegs unkomplizierten Projektes", wie auch den diversen Projektpartnern und Co-Finanzierern. Der Kreis Wesel selbst hatte für das Naturschutz-Projekt einen Gesamtbetrag von 40.000 Euro zur Verfügung gestellt. Nach einer von der Europäischen Union gewährten 18-monatigen Verlängerung wird das Projekt im Juni 2018 enden.