Dr. Ansgar Müller - Unser Landrat

Die Preisträger der Klimaschutzflagge – Energiesparen an den Schulen in Dinslaken

Allgemein

Im Frühjahr 2015 wird die Klimaschutzflagge vom Klimabündnis der Kommunen im Kreis Wesel zum zehnten Mal verliehen. Die Auszeichnung wird zwar für besondere Klimaprojekte verliehen, jedoch lohnt es sich auch, die anderen vielfältigen Aktivitäten der Preisträger vorzustellen und die Entwicklung der Projekte der vorherigen Preisträger nachzufragen.Das Dinslakener Projekt Fifty-Fifty adressiert viele Themen, wie Energie, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und soziale Entwicklung, und vermittelt diese an den Schulen und städtischen Einrichtungen. Das Projekt wird seit dem Jahr 2005 weiter durch die Teilnahme am Programm „Schule der Zukunft“ unterstützt.

Im Mai 2011 wurde die Klimaschutzflagge zum zweiten Mal verliehen. Landrat Dr. Ansgar Müller überreichte die Flagge im Namen des Klimabündnisses an die Grundschule „Am Weyer“ in Dinslaken. Die Grundschule wurde symbolisch für das Agenda 21-Projekt „Fifty-Fifty“ ausgezeichnet, welches sich um den bewussten Umgang und die Einsparung von Wärme, Wasser und Strom in den städtischen Einrichtungen bemüht. Die Grundschule „Am Weyer“ hat die Einsparpläne in dem Jahr 2010 besonders gut umgesetzt und bekam dafür 7.700 Euro aus dem Projekt ausgezahlt.

Das Dinslakener Projekt Fifty-Fifty adressiert viele Themen, wie Energie, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und soziale Entwicklung, und vermittelt diese an den Schulen und städtischen Einrichtungen. Das Projekt wird seit dem Jahr 2005 weiter durch die Teilnahme am Programm „Schule der Zukunft“ unterstützt.

Die direkte Arbeit mit den Schulen und städtischen Einrichtungen zahlt sich aus. Seit der Verleihung der Klimaschutzflagge vor etwa dreieinhalb Jahren ist die Anzahl der teilnehmenden Schulen weiter angewachsen. Zurzeit machen drei Viertel aller Schulen in Dinslaken mit. Zu den 16 Schulen nimmt zusätzlich ein Jugendheim am Programm teil. Besonders rege ist die Resonanz an den Grundschulen, die sich ohne Ausnahme am Programm beteiligen.

Die Ansätze der Schulen sind unterschiedlich und obliegen nur der Entscheidung der Schule und der Schüler/innen. So wurden an manchen Schulen die sogenannten Energiesparmeister und Energiespardetektive von den Mitschülerinnen und Mitschülern gewählt, die besondere Aufgaben in Sache Energieeinsparung übernehmen. Dadurch werden die Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz sensibilisiert und motiviert. Die Beauftragten haben nicht die Aufgabe ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auszuspionieren, sondern mit eigenem gutem Beispiel voranzugehen und zum bewussten Umgang mit Wärme, Wasser und Strom zu motivieren. „Es ist uns wichtig, die verschiedenen Erfolge der Einrichtungen nicht in einer Ratingliste aufzuführen“, sagt Frau Lucie-Maria Rodemann, Beauftragte des Agenda 21 Büros in Dinslaken. An den Schulen herrschen unterschiedliche Rahmenbedingungen und so ist es unmöglich, diese untereinander zu vergleichen.

So entscheidet jede Schule selbst, wofür die ausgezahlten Gelder verwendet werden. Dies ist besonders wichtig bei der dauerhaften Motivation von Schülerinnen und Schülern, die einen direkten Bezug zwischen den eigenen Bemühungen und der Belohnung sehen. Die Gemeinschaftsgrundschule am Weyer hat beispielsweise im Jahr 2011 von der großen Auszahlungssumme einen Schulausflug ins Planetarium nach Bochum unternommen oder in Jahren mit kleineren Auszahlungsbeträgen eine gemeinsame Hofpause mit Gratis-Eis veranstaltet. Solche Aktionen bleiben allen Beteiligten in Erinnerung. Die Maßnahme wird nicht überall gleich gut aufgenommen. Besonders an den Schulen mit höherer Schülerzahl ist es schwierig den Kontakt aufzunehmen und die Vorgaben umzusetzen. Die Stadtverwaltung nimmt sich im Umgang mit Ressourcen an den Schulen ein Beispiel. So wurde ein ähnliches System im Rathaus, dem Stadthaus und in der Stadtbibliothek mit Erfolg eingeführt. 

Aufgrund der Haushaltssperre wurde die Auszahlung der Beträge im November 2014 zunächst ausgesetzt. In diesem Jahr wird der Klimamanager der Stadt dem Agenda-Rat ein neues Konzept vorstellen. Das Agenda-Projekt „Fifty-Fifty“, so wie es jetzt bekannt ist, wird es dann nicht mehr geben. Zukünftig ist angedacht, neben den reinen Verbrauchszahlen auch die pädagogische Arbeit zu prämieren. Der Agenda-Rat und die Schulen werden bei der Umstellung einbezogen. Ziel ist es, alle städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen für den Klimaschutz zu motivieren.