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DeltaPort begrüßt weiteres Unternehmen in Emmelsum - Stückgut-Spedition investiert 2,5 Millionen Euro in die Zukunft - H

Arbeit und Wirtschaft

Der Aufwärtstrend in den Häfen der Weseler DeltaPort-Hafengruppe geht unvermindert weiter: Die Weseler Hafengruppe DeltaPort hat seit gut vier Wochen ein neues Mitglied in der Unternehmensfamilie, die sich rund um die Weseler Häfen angesiedelt hat. Anfang August nahm die Spedition Möller, zuvor in der Nachbarstadt Dinslaken beheimatet, auf einer rund 30.000 Quadratmeter großen Fläche ihren Betrieb auf. Insgesamt wurden rund 2,5 Millionen Euro in die nagelneue Anlage investiert.

Möller-Geschäftsführer Veith Getzschmann ist mit der Entscheidung, an den DeltaPort-Hafen Emmelsum umzuziehen, rundum zufrieden: „Hier haben wir nicht nur die für unser Geschäft wichtige Nähe zum Wasser, hier haben wir auch alle Möglichkeiten, uns in den nächsten Jahren analog zur Geschäftsentwicklung auch räumlich angemessen zu entwickeln". Die erworbene Fläche wird zurzeit erst zu knapp 50 Prozent genutzt.

Das 30.000 Quadratmeter große Gelände an der Böskenstraße beherbergt eine nach den neuesten Erkenntnissen für einen zeitgemäßen Stückgut-Umschlag und eine flexible Lagerhaltung ausgestattete Lagerhalle von 3.000 Quadratmeter Fläche mit Umschlags- wie auch Lagerbereich. Hinzu kommt ein komplett aus Holz errichtetes Bürogebäude - nach den neuesten Notwendigkeiten und Vorschriften von nachhaltigen Energiespar-Konzepten. Veith Getzschmann: „Das ist einerseits ökonomisch sinnvoll, war aber für uns zugleich auch ökologisch von Wichtigkeit".

Das Unternehmen Möller GmbH & Co. KG wurde 1950 gegründet und befasst sich mit der Stückgut-Logistik. Mit sechs eigenen und einer ganzen Flotte von gecharterten Fahrzeugen betreibt Möller nicht nur bundesweit sondern auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Lieferverkehre. Das Kerngebiet der Spedition umfasst einen Bereich von rund 250 Kilometern um Wesel, in dem Kunden bedient werden. 65 Beschäftigte - interne wie externe - befassen sich „mit allem, was man transportieren kann", wie es in einer Unternehmensbeschreibung zusammengefasst heißt.

Möllers Aktivitäten am Niederrhein sind eng verknüpft mit zwei großen Zentrallagern in Schlitz (nahe Fulda) sowie Bielefeld, die im Rahmen eines international operierenden Stückgut-Logistiknetzwerks unter dem Markennamen Online System Logistik GmbH mit anderen Partnern gemeinsam betrieben werden.

Die Entscheidung für den neuen Standort am DeltaPort-Hafen Emmelsum fiel nicht zuletzt deshalb, weil die Spedition Möller mit dem Container-Handling ein wichtiges Standbein besitzt, das nicht nur vom Straßenverkehr sondern auch von Transporten über Wasser lebt. Die am „alten" Standort aus Duisburg und Emmerich über die Straße angelieferten Container werden zukünftig, so plant Veith Getzschmann, direkt „über See" kommen: Beispielsweise von Rotterdam über den Rhein und die Kaianlagen in Emmelsum auf kürzestem - und damit umweltverträglichsten - Weg zum neuen Möller-Standort am Hafen.

Am neuen Standort Wesel kann das Unternehmen seinen Kunden das komplette Container-Handling bieten. Im Klartext: Auch die Be- und Entladung von Containern steht im Angebotsportfolio von Möller. 2014 konnte das Unternehmen bereits 380 Container abwickeln, dieses Jahr werden es mit einer hohen Steigerungstendenz bereits 500 sein.

Gespräche über eine Zusammenarbeit mit den am Hafen liegenden Firmen mit eigenen Umschlagsanlagen (Sappi, Jerich) laufen bereits. Und last but not least hat Möller mit dem Neubau noch eine weitere Option, letztlich auch die volle Trimodalität eines Hafenunternehmens anbieten zu können: Ladungsbewegungen über Wasser (Rhein), Straße und Schiene. Dazu muss lediglich ein vorhandener Gleisanschluss an dem neuen Standort reaktiviert werden. „Das sind gute Erfolgschancen für Möller", sind sich Geschäftsführer Getzschmann und Hafenchef Jens Briese einig.